Dr. med. Stephan Schultz

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Allergologie und Kinderpneumologie

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Die Neurodermitis = Atopisches Ekzem = Atopische Dermatitis = Endogenes Ekzem ist eine entzündliche Erkrankung der Haut, die schubweise verläuft und mit starkem Juckreiz einher geht. Die Erkrankung gehört    zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter.

In Mitteleuropa sind ca. 10-15% aller Kinder betroffen, Tendenz zunehmend. Die Krankheit beginnt meist im Säuglingsalter. Sie verläuft in 80% leicht und nur in wenigen Fällen mittelschwer bis schwer.

Bei den betroffenen Kindern liegt eine abnorme, teilweise stark überschießende Reaktion der Immunzellen in der Haut vor. Dieses führt zur Reaktion auf Allergene aus der Umwelt und der Nahrung. Weiterhin ist die Bildung des natürlichen Fettfilms der Haut gestört. Das führt einerseits zur Austrocknung, anderseits können irritierende Stoffe oder Bakterien von außen leichter eindringen. Auch das Nervensystem spielt eine Rolle (Fehlregulation der Hautnerven). Weitere Einflussfaktoren sind das Klima, psychische Faktoren und Infekte.

Die Krankheit führt bei den Betroffenen zu erheblichen Belastungen durch eine Fülle von Therapien und Behandlungsansätzen. Lästiges Eincremen, Schlaflosigkeit, Angst vor Cortison, gut gemeinte Ratschläge oder auch soziale Ausgrenzung prägen neben häufigen Arztbesuchen das tägliche Leben.